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Automatisiertes Softwaretesting für Schienenfahrzeuge

Digitale Zwillinge in der CI/CD‑Pipeline

Software-Updates für Schienenfahrzeuge sind im Feld Alltag: Ein Kunde wünscht eine Änderung, das Engineering setzt sie um – und danach steht die entscheidende Frage im Raum: Bringt die Änderung bei einem bestehenden Fahrzeug (oder einer ganzen Flotte) unerwartete Nebenwirkungen?
Genau an diesem Punkt wird es schwierig: Fahrzeuge sind über Varianten, Prototypenstände und Retrofit-Maßnahmen oft nicht identisch. Klassische Teststrategien, Standardsoftware und „ein“ Referenzsystem reichen dann nicht mehr aus.

Die Algorithmus Schmiede automatisiert solche komplexen Entscheidungen in operativen Systemen – nicht als Tool-Anbieter oder Folienberatung, sondern als Eskalations- und Umsetzungspartner, wenn Robustheit, Laufzeit, Randbedingungen und Wartbarkeit im realen Betrieb zählen.


Ausgangslage: Variantenvielfalt macht Regressionstests riskant

In der Praxis existieren häufig:

  • Prototyp, Vorserie, Serie – mit abweichender Hardware
  • Umbauten (z. B. andere Klimaanlage, anderes Kühlsystem)
  • unterschiedliche Sensorik, Parameterstände oder Steuerungslogik

Eine scheinbar lokale Softwareänderung (z. B. an der Klimatisierungsregelung) kann daher:

  • bei bestimmten Varianten Grenzwerte verletzen,
  • thermische oder dynamische Effekte verstärken,
  • schleichende Ausfallwahrscheinlichkeiten erhöhen,
  • oder erst im Dauerbetrieb auffallen.

Mit rein manuellen Tests oder „One-size-fits-all“-Simulationen steigt das Risiko von Regressionsfehlern – und der Testaufwand wächst schneller als die Release-Frequenz.


Lösungsansatz: Digitale Zwillinge pro Fahrzeug – datenbasiert und betriebssynchron

Unser Vorschlag: Software-Testing für Schienenfahrzeuge automatisieren, indem für jedes Fahrzeug ein eigener digitaler Zwilling aufgebaut wird.

Was bedeutet hier „Digitaler Zwilling“?

Nicht ein theoretisches Modell, sondern ein betriebssynchroner Zwilling aus:

  • einer Datenbasis (Sensor- und Steuerungsdaten)
  • einem Machine-Learning-Modell, das im Betrieb „mitliest“ und fortlaufend aktualisierte Vorhersagen ermöglicht

Damit können beispielsweise Fragen beantwortet werden wie:

  • Wenn die Kühlleistung der Klimaanlage erhöht wird: Wie entwickelt sich die Erwärmung?
  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls unter den aktuellen Randbedingungen?
  • Wie reagiert genau dieses Fahrzeug – mit seiner individuellen Konfiguration – auf die neue Logik?

Damit rückt das Thema „Digitale Zwillinge“ in eine industrielle, produktive Form: nicht als Demo, sondern als Entscheidungsgrundlage für sichere Releases.


Integration in die Entwicklung: Digitale Zwillinge in der CI/CD‑Pipeline testen

Der entscheidende Schritt ist die Einbindung in die Softwarelieferkette:

  1. Codeänderung (z. B. neuer Steuerungsalgorithmus für Klimatisierung)
  2. CI/CD startet automatisiert Tests
  3. Die Pipeline lädt die digitalen Zwillinge aller Einzelfahrzeuge
  4. Tests laufen fahrzeugspezifisch (Fahrzeug für Fahrzeug, Variante für Variante)
  5. Ergebnis: frühe Erkennung von Nebenwirkungen im Dauerbetrieb und unter realistischen Bedingungen

So wird aus CI/CD nicht nur „Build und Unit-Tests“, sondern ein systemnaher Prüfprozess, der Flottenrealität abbildet.


Ergebnis: Weniger Regression, weniger Testaufwand, höhere Auslieferqualität

Durch die Kombination aus digitalen Zwillingen und automatisierter Pipeline ergeben sich messbare Vorteile:

  • Regressionsfehler reduzieren: Was bereits funktioniert hat, geht nicht „still“ wieder kaputt.
  • Testaufwand senken: weniger manuelle Tests, weniger Ad-hoc-Feuerwehr.
  • Qualität erhöhen: Probleme werden erkannt, bevor sie ausgerollt werden.
  • Betriebssicherheit erhöhen: Entscheidungen beruhen auf fahrzeugspezifischer Evidenz statt Annahmen.

Warum die Algorithmus Schmiede: Umsetzung unter realen Randbedingungen

Dieses Vorgehen ist kein Standardprodukt. Es wird relevant, wenn:

  • harte Nebenbedingungen und Sicherheitsanforderungen gelten,
  • Daten unsicher oder heterogen sind,
  • Prozesse dynamisch/instabil sind,
  • die Lösung im Betrieb zuverlässig und wartbar funktionieren muss.

Unser Leistungsprofil umfasst (als Werkzeuge, nicht Selbstzweck):

  • Modellierung, Optimierung, Regelung
  • Umgang mit Unsicherheit
  • Simulation und Benchmarking
  • produktionsreife Implementierung in operative Systeme

Wir verkaufen keine Mathematik und kein Tool, sondern Sicherheit und Entscheidungsfähigkeit in komplexen operativen Systemen.


Nächster Schritt: Eignung und Aufwand pragmatisch klären

Wenn Sie vor der Situation stehen, Software-Testing für Schienenfahrzeuge zu automatisieren, obwohl Ihre Flotte über Varianten, Prototypen und Umbauten heterogen ist, lässt sich in kurzer Zeit klären:

  • welche Daten (Sensor-/Steuerungsdaten) verfügbar sind,
  • welche Fahrzeugklassen/Zwillingstypen sinnvoll sind,
  • wie die Einbindung in Ihre CI/CD konkret aussehen kann,
  • und welche Testabdeckung damit realistisch erreichbar ist.

Auf Wunsch skizziere ich eine schlanke Pilotierung (z. B. 3–5 Fahrzeuge, ein Funktionsbereich wie Klimatisierung) als belastbare Entscheidungsgrundlage.

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