Wir schreiben Programme, die komplexe Probleme in Data Science, Numerik & Physik  lösen.

Optimale Anordnung von Komponenten

Mathematische Optimierung statt Bauchgefühl

Wenn es um Komponenten Anordnung in Schienenfahrzeugen geht, scheitern Standardtools häufig an der Realität: harte Platzrestriktionen, feste Einbauorte, komplexe Abhängigkeiten zwischen Komponenten sowie Zielkonflikte zwischen Gewicht, Kosten, Volumen und Montageaufwand. Genau hier wird die Algorithmus Schmiede relevant: als Umsetzungspartner, wenn operative Entscheidungsprobleme nicht mehr „per Excel“ oder mit Standardsoftware zuverlässig lösbar sind.

Wir zeigen anhand eines typischen Projektmusters, wie aus einem vermeintlich „konstruktiven“ Thema ein präzise lösbares Entscheidungsproblem wird – inklusive Bewertungsfunktion, Nebenbedingungen und numerischer Lösung.


Ausgangslage: Komponenten, Attribute und reale Verbindungen

In einem Schienenfahrzeug besteht eine Grundstruktur aus Komponenten (z. B. Geräte, Baugruppen, Schaltschränke), die jeweils Attribute besitzen wie:

  • Gewicht
  • Kosten
  • Volumen / Bauraum
  • Position / mögliche Einbauorte

Hinzu kommen Verbindungen zwischen Komponenten, etwa über Kabel- oder Rohrverbindungen. Auch diese Verbindungen erzeugen relevante Beiträge zu:

  • Gewicht (Leitungen, Halterungen)
  • Kosten (Material, Konfektion, Montage)
  • Volumen / Routing-Bedarf

Die Komplexität entsteht dadurch, dass eine Entscheidung (z. B. anderes Gerät auswählen oder Position ändern) Folgeeffekte hat: andere Anschlusslängen, andere Kosten, andere Platzbelegung – und oft neue Restriktionen.


Variante vs. Zwang: Was ist fix, was ist optimierbar?

In realen Fahrzeugprojekten ist nicht alles frei wählbar:

  • Manche Komponenten haben feste Positionen, weil Alternativen technisch oder betrieblich unsinnig sind.
  • Andere Komponenten sind verschiebbar, sodass Positionen optimiert werden können.
  • Bei manchen Komponenten ist auch die Auswahl variabel (Geräteoption A/B/C), sofern zulässig.

Damit wird aus dem Engineering-Problem ein klar strukturierbares Entscheidungsproblem: Welche Komponentenvariante kommt zum Einsatz und wo wird sie platziert, sodass das Gesamtziel bestmöglich erreicht wird – unter allen Randbedingungen?


Der zentrale Schritt: mathematische Optimierung über eine Bewertungsfunktion

Der Kern der Optimierung ist eine mathematische Bewertungsfunktion: Eine Zielgröße, die abbildet, was „gut“ ist – und was nicht. Typische Ziele in der Komponenten- und Layout-Optimierung sind:

  • sinnvolle Gewichtsverteilung (z. B. Achslasten, Schwerpunktlagen)
  • Gesamtgewicht im Zielbereich halten
  • Kosten minimieren
  • Montage- und Verdrahtungsaufwand reduzieren

Diese Zielgrößen lassen sich zu einer Gesamtbewertung zusammenführen, indem man sie gewichtet und zu einer Funktion kombiniert. Damit wird die Aufgabe formal:

  • Finde die Konfiguration (Auswahl + Positionen), die die Bewertungsfunktion minimiert/maximiert.

Praktisch bedeutet das häufig eine Gewicht Kosten Volumen Minimierung – nicht als Bauchgefühl, sondern als formal definierte, reproduzierbare Zielgröße.


Ohne saubere Modellierung explodiert die Komplexität

Sobald Auswahlmöglichkeiten und Platzierungsvarianten kombiniert werden, wächst der Lösungsraum sehr schnell „überabzählbar“. Reines Durchprobieren ist dann nicht mehr möglich.

Entscheidend ist deshalb:

  1. Domainwissen in die Modellierung einbauen
    Nicht jede Komponente darf an jeden Ort. Nicht jede Variante ist zulässig. Manche Kombinationen sind technisch ausgeschlossen.
  2. Nebenbedingungen (Constraints) explizit formulieren
    Bauraumrestriktionen, Einbauzonen, verbindungsabhängige Grenzen, harte Regeln aus Normen, Kundenanforderungen, Ausschreibung
  3. Numerische Methoden einsetzen, die für die Struktur passen
    Sobald Ziel und Nebenbedingungen formalisiert sind, wird das Problem mit geeigneten Optimierungsverfahren gelöst – nicht als Theorieprojekt, sondern so, dass Ergebnisqualität, Laufzeit und Wartbarkeit im Betrieb stimmen.

Ergebnis: belastbare Optima und klare Entscheidungsgrundlagen

Der praktische Gewinn: Man erhält saubere Optimierungslösungen, die nicht nur „im Modell schön“ sind, sondern in realen Randbedingungen funktionieren.

Ein besonders wichtiger Nutzen entsteht bei Ausschreibungen und Bewertungssystemen:
Die Bewertungsfunktion kann so definiert werden, dass sie exakt zur geforderten Logik passt – z. B.:

  • 70 % Kosten
  • 30 % Technik

Damit wird transparent, nachvollziehbar und auditierbar entschieden – statt implizit, politisch oder zufallsgetrieben.


Umsetzungspartner für nicht-standardisierte Entscheidungsprobleme

Die Algorithmus Schmiede liefert keine „Toolbox“ und verkauft keine Mathematik. Relevant wird sie, wenn:

  • Standardsoftware an Grenzen stößt
  • interne Teams zeitlich oder fachlich nicht mehr nachkommen
  • robuste Entscheidungen unter realen Nebenbedingungen gebraucht werden

Das Leistungsprofil umfasst dabei (als Mittel zum Zweck):

  • mathematische Modellierung
  • Optimierung & Regelung
  • Umgang mit Unsicherheit
  • Simulation & Benchmarking
  • Implementierung in produktiven Systemen

Ziel ist Sicherheit und Entscheidungsfähigkeit in komplexen operativen Systemen – nüchtern, präzise und umsetzungsorientiert.


Nächster Schritt

Wenn Sie vor einer Situation stehen, in der Komponenten Anordnung für Schienenfahrzeuge nicht mehr sinnvoll manuell oder mit Standardansätzen lösbar ist (Zielkonflikte, harte Constraints, Variantenexplosion), …

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